Cannabis und und synthetische Drogen. Sind Erwachsene und Jugendliche dem hilflos ausgeliefert?
Im Februar 2025 hat die Veranstaltung offensichtlich reges Interesse bei vielen Erfurtern geweckt, denn kurz nach 15 Uhr waren knapp über 100 Personen aus allen auf die Jugend bezogenen Berufssparten, aber auch Eltern und Jugendliche. Die Veranstaltung wurde dankenswerter Weise von den drei rotarischen Clubs RC Erfurt, RC Erfurt Krämerbrücke und RC Erfurt Gloriosa finanziert. Die Organisation hat der SuPEr e.V. übernommen, unterstützt durch den AK Suchtprävention des Landkreises Sömmerda. Marion Eich-Born, die Vorsitzende des SuPEr e.V., stellte hoch erfreut fest: „Mit einer solchen Resonanz haben wir bei der Planung nicht gerechnet. Das zeigt wie wichtig der Austausch zwischen Experten aus der Suchtprävention Sozialarbeitern, Lehrern, Eltern, Jugendlichen und weiteren mit der Jugend befassten Berufen ist. Das motiviert uns, auf diesem Weg weiterzumachen!“
JUREGIO dient der Stärkung von Rechts- und Handlungssicherheit im Umgang mit Gewalt, Extremismus und Drogenmissbrauch an Thüringer Schulen. Die Gesamtkoordination dieses Gemeinschaftsprojektes zwischen dem für Bildung zuständigen Thüringer Ministerium und dem für Justiz zuständigen Thüringer Ministerium liegt in den Händen des Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm). Das zum Download bereitgestellte Thillm-Material 156 beinhaltet Fragestellungen zum Umgang mit Gewalt, Extremismus, Drogen- und Medienmissbrauch an der Schule und ist nicht nur eine Handreichung für Lehrkräfte, mit dem Ziel die Handlungssicherheit bei rechtlichen Problemen von Gewalt, Extremismus und Drogen- und Medienmissbrauch im Schulalltag zu stärken und die Professionalität bei der Bearbeitung von Vorkommnissen an der Schule zu verbessern.
Sie bietet auch Schülern und Eltern wichtige Informationen, zum Beispiel im Kapitel B Drogen.
Häufig gestellte Fragen, wie: Ist der Besitz von Drogen zum Eigenkonsum erlaubt oder strafbar? Wie gehe ich mit dem „Zufalls“fund eines Zipptütchens mit kleinen Pillen/pulvriger Substanz o.ä. um? werden in diesem Kapitel ebenso erörtert, wie Fragestellungen zu Themen Alkohol, Rauchen, Jugendschutz, Zusammenarbeit Eltern- Schulen und weitere Hilfeinstitutionen.
Der Key-Note-Speaker Prof. Dr. Philip Heiser vom Südharzklinikum war ein sehr kompetenter Partner. Er trägt in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters Verantwortung. Gleich zu Anfang setzte er einen ernüchternden Ton für alle Beteiligten, machte jedoch viele Vorschläge, wie dieser Entwicklung zu begegnen ist.
Der Drogenmarkt hat in den letzten Jahren eine ausgesprochen dynamische Entwicklung genommen, die der European Drug Report 2024 sehr eindrucksvoll deutlich macht. Die Palette reicht von Cannabis, synthetischem Cannabis, über Kokain, Amphetamine, Metamphetamine, Cathinone, Ecstasy, Psychodelika, Opiate, Legal Highs, das sind Kräutermixturen und Badesalze, mit oft tödlichem Ausgang. Durch letztere aber auch bei Mischintoxikationen wissen Ärzte in den Notaufnahmen oftmals nicht, mit welchen Medikamenten sie die Patienten behandeln sollen. Immer stärkere Drogenvarianten überspülen den Markt mit hohem Abhängigkeitspotential. Obwohl der Besitz; Anbau und Erwerb von Cannabis für Minderjährige weiterhin verboten ist, hat die Cannabislegalisierung die Verfügbarkeit im privaten Umfeld erheblich gesteigert und birgt die Gefahr einer verharmlosenden Wahrnehmung in Bezug auf konsumbasierte Gesundheitsrisiken.
Die angeblich weiche Droge Cannabis schädigt das junge noch nicht gänzlich entwickelte Gehirn, dessen Reifung ist in der Regel erst mit 25 Jahren abgeschlossen. Die Folgen des Konsums im jungen Alter sind eine dünnere Hirnrinde besonders im beidseitigen Präfontalkortex. Er ist vor allem für exekutive Funktionen verantwortlich:
Es handelt sich also um eine Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten.
Schließlich ist mit häufigem Konsum im jungen Alter ein erhöhtes Risiko für Depressionen und Psychosen verbunden. Die gesundheitlichen Folgen verschärfen sich, wenn Cannabis als Einstiegsdroge für härtere illegale Drogen aus dem bereits genannten umfassenden Portfolio wirkt (Spektrum der Wissenschaft und J.P-Connor sowie D. Lecca et al). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass neben den psychischen und organischen Folgen auch die sozialen Konsequenzen nicht zu vergessen sind.
Es ist vor allen Dingen das Bestreben sich persönlich stabilisieren zu wollen über
Dazu kommen neben den typischen Entwicklungsthemen der Pubertät externe Faktoren hinzu: Die Auswirkungen der Covid-Krise, die Klima- und Wirtschaftskrise, zunehmender Terrorismus und Kriege. Die Häufung der Krisen trägt zu erheblicher Verunsicherung unserer nachwachsenden Generation bei. (Quelle:COPSY Studie)
Die erste Instanz sind die Elternhäuser. Zunächst einmal gilt, dass Kinder sich gerne an elterlichen Modellen und gesellschaftlichen Normen orientieren. Wichtig ist die gemeinsame Zeit in der Familie im Sinne positiver Beziehungsrituale, also kontinuierlicher, ermutigender Kommunikation, um Selbstwirksamkeit zu fördern. Darunter verstehen wir die Fähigkeit, selbst schwierige Aufgaben, Herausforderungen oder Probleme selbst bewältigen zu können. Gerade in der Pubertät ist es wichtig, die labile Gefühlswelt von jungen Menschen zu beachten, sie nach dem Sinn ihres eigenen Lebens suchen, den Glauben an sich selbst entwickeln müssen. Gerade vor dem Hintergrund der Krisen unserer Zeit sind dies wichtige Grundpfeiler für persönliche Stabilität. Sobald Eltern jedoch den Verdacht hegen, dass ihr Kind Drogen nimmt, sollten sie offen, wertschätzend mit ihrem Kind sprechen und je nach Ausmaß der Verhaltensänderung unterschiedliche Hilfsangebote aussuchen. Hier sind die Beratungslehrer und Schulsozialarbeiter, Suchtberatungsstellen und Familienzentren sowie Psychotherapeuten und Ärzte als Anlaufstellen zu sehen.
Die zweite Instanz sind Schulen: Eine umfassende Folie bot eine breite Vielfalt von Möglichkeiten, von denen viele in den Schulen schon bedacht werden. Auf der Basis der Erkenntnisse positiver Psychologie und Pädagogik zählen dazu ein positives Schulgemeinschaftsgefühl, Gemeinschaftsidentität, projektorientiertes Lernen, Sozialtraining, fächerübergreifende Projekte zur Erörterung von Sinnfindung, Anerkennung und Preisverleihungen sowie Gesundheitsförderungskonzepte.
Die Suchtprävention wird zunehmend wichtiger, weil der Drogenmarkt sich sehr dynamisch entwickelt mit immer stärkeren Drogen mit hohem Abhängigkeitspotential. Die Suchtberatungsstellen müssen flächendeckend ausgebaut werden, um weitere Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche anbieten zu können. Durch die Legalisierung von Cannabis über 18 Jahren ist noch mehr Prävention notwendig, da wir aus anderen Ländern wissen, in denen Cannabis ab 18 Jahren legalisiert worden ist, dass Jugendliche dann auch häufiger Cannabis konsumieren und in der Folge häufiger psychische Erkrankungen erleiden.
Prof. Heiser lobte ausführlich das Präventionsprojekt Revolution Train und begründete das mit der hohen Beteiligungsrate der Jugendlichen vor Ort (450 pro Tag), der Begleitung und Nachbereitung durch die Schulen. Die Beteiligung der regionalen Träger aus der Jugendarbeit und Suchtprävention bei den Führungen durch den Zug trägt zur Netzwerkstärkung der Präventionsakteure in der Region bei. Die statistische Befragung der Besucher über ihr Konsumverhalten schafft zudem Transparenz zur Konsumlage in der Region. Der Zug ist ein wesentlicher Faktor bei der Initiation von Bewusstmachungsprozessen innerhalb der Peer Group, die oftmals der Auslöser für den ersten Joint ist.
Anteil der Kinder und Jugendlichen, die aufgrund aktueller Krisen angaben, mittelmäßig bis sehr besorgt zu sein.
Quelle: Copsy Studie 2023-2024
Jenny sehnt sich nach einer eigenen Familie. Ihr Alltagsleben ist wie für jeden Menschen von Herausforderungen geprägt, wie für jeden Menschen. Bei aufkommenden Schwierigkeiten flüchtet sie in die Welt von Crystal Meth. Sie hat einen Sohn, der bereits bei ihrer Mutter aufwächst. Als sie bemerkt, dass sie von ihrem gegenwärtigen Freund Bolle ungeplant schwanger geworden ist, hat sie Angst, das Sorgerecht auch für dieses Kind zu verlieren. Das Jugendamt, das schließlich von ihrer Schwangerschaft erfährt, weist ihr für die bevorstehende Zeit eine Familienhebamme zu. Zunächst steht sie Marla ablehnend gegenüber, die es jedoch versteht, Jennies Vertrauen zu gewinnen und ihr zu mehr Selbstsicherheit und einer positiven Lebensperspektive verhilft. Doch die positiven Aussichten werden durch die Schatten der Vergangenheit gestört: Die Justizbehörde hat einen Haftantritt beschieden. Jenny will ihr Kind im Zuge dessen nicht verlieren und beantragt einen Mutter-Kind-Platz. Da zu der Zeit kein Platz frei ist, nimmt eine Frau vom Jugendamt nach der Geburt das Kleine „in Obhut“. Jenny ist am Ende des Films verzweifelt, allerdings vermittelt der Film durch die Schlussszene Hoffnung. Eine Kristallkugel, ein Geschenk von Marla, erhellt die Zelle mit außergewöhnlichen Lichtreflexen.
Die Autorin Verena Zeltner hat sich nach dem Drogenbericht der Bundesregierung gefragt, wie Kinder wohl die Crystal Meth Sucht ihrer Eltern empfinden und ihren Alltag bewältigen. Über Recherchen beschreibt sie aus der Sicht des 14jähringen Ben, wie sich das Leben seiner Familie mit der gefährlichsten Droge der Welt, Crystal, verändert. Sein Vater arbeitet offensichtlich als Monteur und ist nur am Wochenende zu Hause. Seine Mutter, die neben Ihrer Berufstätigkeit für Haushalt und Kinderbetreuung zuständig ist, beginnt sich immer seltsamer zu verhalten, so dass Ben immer mehr Verantwortung für seine kleine Schwester übernehmen muss. Erst als er kleine, weiße Kristalle zu Hause entdeckt, wird ihm deutlich, was hinter dem Verhalten seiner Mutter steckt. Es folgt eine Kette von Ereignissen, die typisch für Drogenkarrieren sind: Verlust der Arbeit, steigende Abhängigkeit vom Stoff, Desinteresse an den Kindern. Seiner kleinen Schwester versucht er, eine heile Familienwelt vorzugaukeln. Dazu kommt die Scham, die Außenwelt könnte realisieren, wie das Familienleben tatsächlich aussieht….
Der Titel benutzt die Bezeichnungen, die im Drogenmilieu im Geschäft Usus sind. „Shore“ steht für Heroin, „Stein“ für Koks und „Papier“ für Geld. $icks Leben wird zwanzig Jahre lang durch Drogen bestimmt, gestartet ist er mit 15 Jahren, als er zum ersten Mal Shore konsumiert. Danach beginnt sein Absturz in den Teufelskreis aus Drogensucht, Beschaffungskriminalität und Haft. Nach der Geburt seiner Tochter stellt er sich der Suchtproblematik, muss aber mehrere Entzüge durchlaufen, bevor er endlich „clean“ ist. Der Verfassername steht sinnbildlich für das, was die Drogensucht ist: Eine Krankheit (sick), die durch die brutalen Geldgeschäfte (Papier) der Drogenhändler befeuert wird. Der Verfasser hat sich in seiner YouTube Serie „Shore, Stein, Papier“ seine Erlebnisse von der Seele gesprochen und wurde dafür mit dem Grimme Online Award 2015 ausgezeichnet. Das Buch stellt seine Geschichte authentisch aber auch ohne den erhobenen Zeigefinger dar.
Der Autor übertreibt nicht, wenn er Crystal Meth (CM) als eine der gefährlichsten Drogen unserer Zeit bezeichnet. Dies nicht ohne Grund, denn die Droge macht sehr schnell abhängig und fügt Körper wie auch Gehirn bereits ab dem ersten Konsum erheblichen Schaden zu. Sie wird in illegalen Drogenküchen hergestellt, was für die Hersteller einfach umsetzbar ist. CM ist verführerisch billig. Die Droge hat die europäischen Großstädte weitestgehend schon im Griff, was ein Blick in den Report des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Abuse bestätigt. Die Konsumformen sind variabel. Die Kristalle aus Methamphetamin können geschnupft, geraucht, geschluckt und gespritzt werden. Die beiden Autoren berichten aus ihrem beruflichen Alltag: Dr. Roland Härtl-Petri als Suchtmediziner und Heiko Haupt als Journalist. Sie haben die teuflische Wirkung des Stoffs an Beispielen erlebt, haben mit Betroffenen Erfahrungen besprochen und dabei erfahren, wie schwer es ist, von dieser Droge wieder loszukommen. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung, um dem Vormarsch der Droge Einhalt zu gebieten.
Dem Roman, der ab 12 Jahren vom Verlag empfohlen wird, basiert auf einem authentischen Fall. Tatjana ist verschlossen, lebt in einer Traumwelt, weder Mutter noch Mitschüler haben eine Ahnung, was in ihr vorgeht. Freunde hat sie nicht. Sie liest gerne Comics und hat aus ihnen einen vollkommen verklärten Blick auf die Themen Abenteuer und Freiheit. In ihrer freien Zeit hängt sie in der Disko „Fantasy“ herum, wo sie „richtigen Menschen“ begegnen möchte. Dort trifft sie ihren Traumtyp Hajo. Er legt auf gesellschaftliche Gepflogenheiten keinen Wert, und der Umgang mit Drogen gehört zur Coolness dazu. Sehr schnell zieht sie bei ihm ein. Drogenkonsum wird zum Ritual. Als Hajo verhaftet wird, muss sie zu ihrer Mutter zurückziehen. Als sie erfährt, dass Hajo aus der Haft entlassen wurde und sich sehr schnell mit einer anderen getröstet hat, kommt es zu einer Kurzschlusshandlung. Sie packt kurzentschlossen einen Rucksack mit den nötigsten Sachen, flieht nach Frankfurt, um dort neue Abenteuer erleben zu können. Aber so einfach wie sie sich das vorstellt, ist es nicht. Gleich in der ersten Nacht landet sie am Frankfurter Hauptbahnhof, einem Bahnhof, der für das Drogenmilieu im Umfeld bekannt ist.
Das Buch konfrontiert den Leser mit Ursachen und Handlungsweisen von Tatjana und den Menschen aus ihrem unmittelbaren Umfeld: der Mutter, ihrem Lebensgefährten, ihren Bekannten. Dem Verfasser geht es darum, Drogenopfer nicht zu stigmatisieren, denn die Rahmenbedingungen im Umfeld tragen schließlich auch zur Flucht aus der Realität durch Drogenkonsum bei. Es gibt viele Beispiele von jungen Menschen, die vor ihrem Absturz durch eine wirkungsvolle Hilfestellung vor diesem hätten bewahrt werden können. Dazu gehören das Erkennen und Verstehen einer selbstzerstörerischen Persönlichkeitsentwicklung. Das Buch vermittelt dem Leser eine erweiterte Perspektive auf Drogenopfer, die Teil unserer Gesellschaft sind, und die es durchaus verdient hätten, rechtzeitig genug die notwendige, hilfreiche Zuwendung zu erfahren.
… und die Auswirkungen auf unsere Kinder und Jugendlichen
Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Helios Klinikum Erfurt
Das Interview wurde am 03. 01. 22 durch die Vorsitzende des SuPEr e.V., Prof. Dr. Marion Eich-Born, geführt.
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Das sehe ich sehr, sehr kritisch. Es ist zu erwarten, dass das passiert, was auch in anderen europäischen Ländern mit ähnlicher Legalisierungspolitik schon längst passiert ist: Die Konsumraten werden bei Erwachsenen ansteigen, die Cannabis legal erwerben können. Aber auch bei Kindern und Jugendlichen wird die Konsumrate zunehmen. Warum? Den Jugendschutz strikter fassen zu wollen, das ist aus meiner Perspektive eine reine Feigenblattäußerung, weil ihm das wichtigste Mittel aus der Hand geschlagen wurde. Im Grunde genommen ist es dann Jugendlichen nicht mehr vermittelbar, warum Cannabiskonsum für den17-jährigen schädlicher sein soll als für einen 18,5-jährigen. Der eine darf den Stoff in der Apotheke erwerben, der andere noch nicht. Im Übrigen werden wir erleben, dass von den Älteren der Stoff gegen einen kleinen Aufpreis an Jugendliche weiterverkauft wird, etwa auf dem Schulhof… Auch für den Apotheker ist die Legalisierung ein Problem. Er kann zwar den Ausweis des Kunden kontrollieren, bekommt aber nicht mit, ob vor der Apothekentür das Zeug weitergereicht wird. Die Zahlen, die mir aus den USA vorliegen, die zeigen das eindeutig. Damit in Verbindung steht das grundsätzliche Signal an die Bevölkerung: Cannabis ist so harmlos, dass man es in der Apotheke verkaufen kann. Es hat somit eher den Anschein eines Medikaments, das für viele Leiden erfolgreich eingesetzt werden kann. Selbst Ärztezeitungen sind voll von Werbeanzeigen börsennotierter Firmen, die THC anpreisen für ADHS, für verschiedene Krebsleiden und viele andere Krankheiten. Mächtige Konzerne stehen in den Startlöchern, um ihre Märkte zu erweitern.
Mit weitem Abstand sind es Cannabisprodukte. Ansonsten auch Stimulantien aller Art wie Crystal Meth und damit verwandte Substanzen sowie Ecstasy.
Hinsichtlich der Wirkungen sind die psychosozialen Folgen deutlich schneller als die medizinischen ersichtlich. Dazu zählen Verwahrlosung und Vernachlässigung, mangelnde Teilhabe an Alltagsaktivitäten, Rückzug. Auswirkungen auf die schulische Leistungsfähigkeit stehen wieder im Zusammenhang mit den medizinischen Folgen: Nachlassen von Merkfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisleistung, vor allem des Kurzzeitgedächtnisses.
Bei regelmäßigem Konsum von THC-haltigen Drogen (Cannabis) kommt es zu massiven kognitiven Einbußen, die zu einem starken Absinken der schulischen Leistungen bis hin zum Aussetzen des Schulbesuchs führen können. Dann bleibt man zu Hause, versucht an neue Substanzen zu heranzukommen und die Abwärtsspirale nimmt Fahrt auf. Jugendliche dann wieder für die Schule und Ausbildung zu motivieren, ist nicht mehr so einfach.
Das Psychoserisiko wird in der Literatur im Zusammenwirken mit dieser Altersgruppe in der Literatur immer wieder beschrieben. In der Stadt Erfurt und im Ilmkreis, wo wir als Helios Klinikum zuständig sind, spielen jedoch Psychosen in dieser Altersgruppe noch keine größere Rolle. Das mag im Erwachsenenalter, ab 18 Jahren, anders aussehen.
Menschen mit ADHS haben per se ein höheres Risiko, in irgendeiner Weise zu Drogen zu greifen, egal welche. Das läuft wahrscheinlich über die Schiene des sogenannten Risikoverhaltens. Menschen mit ADHS sind eher extrovertiert. Sie langweilen sich schneller, wollen lieber etwas Spannendes machen und neigen dann zum klassischen Risikoverhalten. Da gehört dann alles dazu, ob man nun Extremsportarten oder Wettrennen macht mit Autos auf der Autobahn oder Drogen konsumiert, oder ob man irgendwie sonst etwas Spannendes macht, das Abwechslung verspricht. Im Gegensatz dazu zeigen Menschen, die eher ängstlich und zurückhaltend sind, also Angst haben etwas Neues zu machen, eine geringere Wahrscheinlichkeit auf illegale Drogen zurückzugreifen oder sonstige gefährliche Aktivitäten anzugehen.
Das ist schwierig. „Psychose“ ist ein Oberbegriff für eine ganze Reihe schwerster psychiatrischer Erkrankungen, die eines gemeinsam haben: Sie verändern sozusagen den ganzen Menschen, die Persönlichkeit, vor allem aber die Realitätswahrnehmung. Wie ich also meine Umwelt erlebe, wie ich Reize, etwa akustische, optische, sonstige Reize wahrnehme, wie ich Beziehungen empfinde. All diese Dinge werden durch eine Psychose grundlegend beeinträchtigt.
So dass plötzlich Freunde und Verwandte als Feinde gesehen werden können, dass Menschen verdächtig erscheinen, Dinge plötzlich eine andere Bedeutung bekommen, ganz wichtig oder ganz unwichtig werden, man vielleicht Dinge hört, die nicht da sind oder Dinge sieht bzw. riecht, die nicht existent sind.
Das kann alle Sinnesebenen betreffen, bis hin zu Körperempfindungen. Dass man das Gefühl hat, da laufen Spinnen über den eigenen Körper oder die Hausdiele, die gar nicht da sind. Es kann sich auf allen Ebenen die komplette Wahrnehmung massiv verändern. In der Regel ist das für die betroffenen Menschen sehr quälend und bedrohlich. Das ist überhaupt nichts Lustiges.
Na ja, wenn eine Psychose mal da ist, ist sie schwer zu behandeln. Es ist in der Regel so, dass die akute Symptomatik schizophrener Psychosen in der Mehrzahl gut auf medikamentöse Behandlungen anspricht. Die Gefahr ist aber – das weiß man nie im Voraus – dass es nicht bei der einen Episode bleibt, sondern dass man lebenslang immer wieder damit zu tun hat. Entweder, dass immer wieder solche Phasen kommen oder dass sich die Psychose nie wieder ganz zurückbildet und doch ein Boden an Restsymptomatik lebenslang bleibt, einschließlich kognitiver Einbußen und Veränderungen, was Antrieb, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsmöglichkeiten, Leistungsfähigkeit betrifft. Es ist nicht vorherzusagen, wer wie am Ende welchen Verlauf entwickeln wird. Es gibt gewisse Wahrscheinlichkeiten, aber auf den Einzelfall bezogen ist es nach wie vor nicht abschätzbar, wenn jemand an einer akuten Psychose erkrankt, ob das eine einmalige Episode bleibt, der Betreffende vollkommen gesund sein Leben wieder aufnimmt, wie es vorher war, oder ob es ein lebenslanges Thema bleiben wird.
Das kann man nicht verallgemeinern, weil es sehr darauf ankommt, in welchen Sozialräumen Jugendliche sich bewegen. Ist es ein geordnetes, eher leistungsorientiertes Umfeld, wo hoher Leistungsdruck da ist, es darauf ankommt, besonders toll und brillant zu sein in der Schule. Oder ist hoher Druck da in Richtung Mode, also schick sein und Markenmode zu besitzen. Oder ob der Druck in eine andere Richtung geht, etwa sich bei riskanten und/oder illegalen Aktivitäten zu übertreffen, oder die Zielmarken anderer Subgruppen zu verfolgen. In diesem Fall spielt sicherlich der Druck der Peer Group eine Rolle. Das Thema Peer-Group-Einfluss ist eher eine Frage der Milieuspezifik.
Zu diesem Thema gibt es statistische Analysen, die klar belegen, wie das Umfeld Kinder und Jugendliche bei ihren Entscheidungen beeinflusst. Wenn ich in meinem Umfeld eher Menschen kenne, die Drogen konsumieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit selbst, welche zu probieren, höher, da die Hemmschwelle durch „Vorbilder“ und leichte Verfügbarkeit niedriger ist. In einem komplett anderen Milieu, wo keiner Drogen nimmt, wüsste der Jugendliche nicht, wen er überhaupt ansprechen sollte, um an Drogen heranzukommen.
Es sind vor allen Dingen Erfahrungswerte aus den USA und Kanada. Der schon von mir erwähnte Konsumanstieg ist mit einer erheblich abgesenkten Risikowahrnehmung bezüglich gesundheitlicher Gefahren verbunden. Die legal in der Apotheke erworbenen Substanzen werden an Jugendliche weitergereicht, was kaum zu verhindern ist. Das kann privat im eigenen Haushalt passieren, weil es Eltern gibt, die selbst noch sehr pubertär geblieben sind, die lustig zusammen alle Substanzen konsumieren und sie an die Kinder weitergeben, wie wir das ja schon bei Zigaretten und Alkohol sehen.
Es können auch Erwachsene sein, die Geld damit verdienen, die häufig Apotheken aufsuchen und Cannabis dann gegen einen Aufpreis an Kinder weitergeben. Die Annahme, dass in dem Moment, wo man Cannabis legalisiert, sich Drogenhändler beim Arbeitsamt arbeitslos melden und Hartz IV beantragen, weil sie kein Geld mehr verdienen, ist sehr naiv.
Durch die Freigabe von Cannabis ist übrigens auch in den Niederlanden der Schwarzmarkt gewachsen. Da Drogen in der Apotheke nicht zum Nulltarif abgegeben werden, bieten Schwarzmarktakteure ihre Produkte etwas billiger an, dafür aber mit wesentlich höherem THC-Gehalt. Dazu werden die Cannabispflanzen mit chemischen, den Wirkungsgrad erhöhenden Stoffen besprüht. Entgegen der politischen Intention weisen die Beispielländer keinen schrumpfenden, sondern einen wachsenden illegalen Markt auf. Dort stehen sich legal agierende Konzerne und illegal agierende Drogenküchen im Wettbewerb gegenüber. Letztere sind besonders erfinderisch darin, Jugendlichen reizvollere Varianten anzubieten, die noch einen besseren Kick versprechen. Oder ihr Angebot liegt deutlich unter den Apothekenpreisen. Gegebenenfalls werden neue Substanzen entwickelt, die in der Breite vertrieben werden, in der Hoffnung, dass dann die nächste Bundesregierung auch diese legalisiert.
Wie beurteilen Sie Interventionserfolge beim Thema Cannabiskonsum in unserer Gesellschaft von heute? Kann man leicht wieder aussteigen, wenn die Legalisierung es dem einzelnen leicht macht, Cannabis zu erwerben? Was bedeutet die Legalisierung hinsichtlich der Zielstellung für unsere Präventionsarbeit? Welche Konsequenzen hat die Legalisierung für unsere technologieorientierte Gesellschaft?
Zum ersten Teil der Frage, dem Ausstiegserfolg aus der Droge für den einzelnen. Das ist schwierig. Das ist einerseits vom Umfeld, andererseits von der Motivation, etwas nicht mehr konsumieren zu wollen, abhängig. Insbesondere wenn der Alltag nach kurzer Zeit wieder als trist und grau empfunden wird, dann ist die Versuchung groß, sich wieder Abwechslung zu verschaffen. Dies ist umso leichter, wenn Cannabis einfach verfügbar ist.
Zum zweiten Teil der Frage: Welche Zielstellung hat dann eigentlich noch die Präventionsarbeit? Will man einen legalen Konsum erreichen? Kann unter diesen Voraussetzungen Abstinenz überhaupt noch ein Therapieziel sein? Zumal viele Menschen damit argumentieren, dass Cannabisprodukte eher gesundheitsförderlich seien, indem sie angeblich bei allen möglichen Erkrankungen helfen. Vor dem Hintergrund der enormen Werbekampagnen in Ärztezeitschriften würde Cannabiskonsum dann irgendwann zu einem gesunden Lebensstil zählen. Das ist eine durchaus spannende Diskussion. Worauf sollte dann die Intervention, wenn „das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“, oder die Prävention abzielen?
Und nun zum dritten Teil der Frage: Wir leben in unserem High-Tech-Standort Deutschland nicht auf oder unter den Bäumen. Da müssen Autos bedient werden, Flugzeuge, Taxis, Busse und Straßenbahnen gesteuert werden. Die verantwortlichen Fahrer und Piloten müssen hoch aufmerksam unterwegs sein. Wir können es uns eigentlich nicht leisten, dass ein zunehmend größer werdender Teil der Bevölkerung im ständig „bematschtem“ Zustand mit Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen unterwegs ist.
Wer am Samstag Party feiert und größere Mengen THC raucht, ist am Montag nicht arbeitsfähig, bezüglich der Bedienung von Geräten, Apparaturen, der Steuerung von Fahrzeugen oder gar öffentlichen Verkehrsmitteln. Cannabis hat schlicht und ergreifend eine sehr lange Halbwertzeit, die immer wieder unterschätzt wird. Im Gegensatz zu hohem Alkoholkonsum, der am Samstagabend genossen wird und bis Montag im Blut nicht mehr nachweisbar ist, ist beim THC-Konsument vom Samstag die Droge einschließlich ihrer Effekte bis Dienstag oder Mittwoch immer noch nachweisbar. Wenn der Konsument dann noch am Montag einen ICE steuern oder einen Schulbus fahren soll, dann ist das von erheblicher Sicherheitsrelevanz.
Um diesen gesellschaftlich nicht gewünschten Effekten entgegenzutreten, müssten massivste Kontrollen bei Menschen durchgeführt werden, die gefährliche Geräte bedienen, z.B. in Kraftwerken arbeiten, an Automaten sitzen oder Fahrzeuge führen. Gesellschaftlich würden wir wieder stark in Überwachungsmechanismen kommen, was im Gegenzug demonstrativ zu Protesten antreibt, wie wir sie im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen erleben.
Das Ganze ist also höchst problematisch, denn wir sitzen alle nicht nur am Strand und schauen unser Leben lang aufs Meer. Das ist eben der Unterschied, wenn man in einer Zivilisation lebt, wo es auf die Konzentrationsfähigkeit, die Aufmerksamkeit im Alltag ankommt, wo man wissen muss, wie im Einzelfall reagiert werden muss, wie wir den Überblick über herausfordernde Situationen bewahren können. Das ist jedoch mit THC im Körper schwierig.
Ja, wir sollten eigentlich den Antrag für mehr Betten stellen in unseren Kliniken. Wobei andererseits die Frage ist, ob die Drogenfreiheit dann überhaupt noch als Therapieziel anzusehen ist. Das war ja bisher so, aber vielleicht ist das altmodisch gedacht. Wir reden im Fall der Legalisierung vom nicht riskanten Konsum. Aber auch dieser wird sich auf das Versorgungssystem auswirken. Ob sich auch die Rate an Psychoseerkrankungen erhöhen wird, ist schwer vorhersehbar. Aber natürlich wird die Arbeitsunfähigkeit steigen. Ich weiß nicht, ob das so wünschenswert ist.
Schwierig, das wichtigste ist das Umfeld. Es kommt darauf an, in welcher Gegend wohne ich, auf welche Schule geht mein Kind, mit welchen Kindern und Jugendlichen hat es zu tun. Das sind ganz entscheidende Faktoren. Aber gegen manches ist man selbst vollkommen machtlos. Wenn an der Schule Jugendliche Drogen verteilen, können Eltern höchstens versuchen, ein anderes Umfeld zu finden, soweit das überhaupt möglich ist. Insofern ist es auch eine gesellschaftliche Aufgabe, zu sehen, wo bilden sich welche Milieus heraus, wo muss mehr kontrolliert werden, was wollen wir erreichen.
Natürlich wird sich im Zeitalter der Individualisierung die gesellschaftliche Schere immer weiter auftun, auch sozial. In diesem Sinne wird es sich nicht jeder leisten können, sein Kind auf eine Privatschule zu schicken, weil er hofft, damit ein sicheres Umfeld bieten zu können. Und die es sich nicht leisten können, müssen dann mit staatlichen Schulen in ihrem Wohnbezirk vorliebnehmen. Eine neue Wohnung in einem anderen Viertel werden sie sich nicht leisten können. Das ist also ganz schwierig.
Innerhalb der Familien wird es darauf ankommen, den Gesprächsfaden untereinander nicht abreißen zu lassen, was ja ganz oft gerade in der Pubertät passiert. Die Kommunikation funktioniert oftmals nicht mehr, was sich über Türen knallen, im Zimmer einschließen, sich verweigern ausdrückt. Problematisch wird es, wenn Eltern nicht mehr mitbekommen, was in dem Jugendlichen gerade so vorgeht, was ihn im Kopf bewegt. Es bedarf eines entsprechenden Geschicks, in der Kommunikation zu bleiben, um so problematische Entwicklungen frühzeitig mitzubekommen.
Schule ist generell neu zu denken als Lebensraum. Sie hat, wie wir alle in der Corona-Pandemie feststellen mussten, einen Auftrag, der weit über die zu Kaiser-Wilhelms-Zeiten fokussierte Wissensvermittlung hinausgeht. Die Pandemie hat förmlich wie unter einem Brennglas die vielen Lebensraumkomponenten deutlich gemacht. Da sind neben der Kinderbetreuung während der elterlichen Arbeitszeiten, die Entwicklung von sozialen Gewohnheiten, Team- und Kooperationsfähigkeiten, Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein, eines Werteverständnisses, Zukunftsorientierung, Orientierung auf Problemlösungen, und nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Herausforderungen auf dem Drogenmarkt eines Gesundheits- und Körperbewusstseins zentrale Bausteine. Dementsprechend müsste Schule als Lebensraum gestaltet werden, wo Dinge wie Gesundheitserziehung mit Sport, Bewegung, gesundem Schulessen, Ernährungslehre, Gestaltung eines Tagesrhythmus ebenso wie alle anderen bereits genannten Lebensraumbausteine systematisch vom Kindergarten an bis zum Schulabschluss professioneller Begleitung bedürfen.
Auch im Zusammenhang mit der ganzen Diskussion, die es jetzt um Corona, um das Impfen gibt: Schule muss eine Diskussionskultur pflegen und zwar aktiv. Das wird bislang nur unzureichend kultiviert. Wie diskutieren wir angemessen? Hören wir einander angemessen zu, auch wenn wir mit gegenteiligen Meinungen konfrontiert werden? Können wir den Andersdenkenden akzeptieren? Können wir Argumente auf der Sachebene austauschen und sie entsprechend reflektieren? Demokratie lebt von gelebter Kommunikations- und Kompromissfähigkeit sowie daraus resultierender geschlossener Handlungsfähigkeit. Diese Kompetenzen tragen zu einer Perspektiverweiterung bei und damit auch zu einem kritischen Umgang mit der Frage, lasse ich mich auf den Konsum von Drogen ein. Gerade in den bildungsferneren Landesteilen wird deutlich, wie dringend notwendig das ist.
Da unsere Jugendlichen sehr unterschiedlich sind, müssen wir ein breites Spektrum von Projektlinien zur Verfügung stellen, damit wir die verschiedenen Persönlichkeitstypen mit den Botschaften auch erreichen. Ich kann also nicht nur ein Instrument nehmen und sagen, das ist für alle richtig, sondern man muss ein breites Repertoire haben, um zu sehen, was spricht den einen an, was den anderen.
Es liegt in unserer deutschen Mentalität, bei Projekten bevorzugt die intellektuelle Ebene durch Sachinformationen zu bedienen, also durch sachliches Argumentieren mit erstens, zweitens, drittens…. Das hat durchaus seine Vorteile, aber bei Kindern und Jugendlichen funktioniert das meist nicht so gut. Ein wichtiger Schlüssel, um Jugendliche mit zentralen Botschaften erreichen zu können, ist die emotionale Komponente. Wenn es gelingt, Jugendlichen auf der Gefühlsebene zu begegnen, ist die pädagogische Erfolgsaussicht erheblich größer. Wir müssen sie emotional erreichen, die muss man beeindrucken mit etwas, etwa einem Event, etwas, das im Kopf bleibt, das hängen bleibt, wo man große Ah!-und Oh!-Effekte hat, wo die Jugendlichen hinterher beeindruckt herausgehen und sagen: Das war jetzt toll, das war spannend. Das habe ich jetzt irgendwie geschnallt. Die Sachargumente müssen quasi nebenbei mitlaufen. Aber der Schlüssel geht über das Emotionale, wovon Jugendliche beeindruckt sind und nicht sagen, da hat uns schon wieder jemand einen halbstündigen Vortrag gehalten und etwas geschwätzt, wovon ich eh` keine Ahnung habe/worauf ich eh keine Lust habe.
Ja, das Beeindruckende dieser Inszenierung ist, dass in der Dramaturgie Abschnitte so angelegt sind, dass die einzelnen Abteilungen emotionale Steigerungen enthalten: eine Bar, ein Unfallstandort mit einem Toten und Verletzten, eine Gerichtsverhandlung, ein Gefängnis, ein Verhörraum, ein Drogennest und schließlich die Todesstelle des Kapuzenmannes. Das ist wirklich gut und professionell gemacht, eine hohe Intensität des Handlungsablaufs, die die Jugendlichen emotional in Beschlag nimmt. Da die Jugendlichen heutzutage so viel von Actionfilmen gewohnt sind, muss man mit Präventionsinstrumenten schon ziemlich viel aufbieten. Das tut der Zug. Im Übrigen betreibt der Zug Prävention bezogen auf den Sozialraum, indem die Schüler im Klassenverband das Erlebnis gemeinsam erfahren und diskutieren. Das Ziel dieses Instruments ist klar, dass möglichst wenig oder gar nicht konsumiert wird.
Wir müssen die gesellschaftliche Diskussion zum Thema noch einmal neu aufmachen und zwar unter dem Tenor, welche Ziele Prävention zukünftig noch verfolgen soll. Ich sage bewusst Ziele, denn wenn in Zukunft Cannabis legal über den Apothekentisch bezogen werden kann, müssten zwangsläufig einzelne Aspekte der bisherigen Zielhierarchie herausgenommen werden. Das betrifft insbesondere die von der Neuerung ausgehenden Signale zum Thema gesunde Lebensführung, wenn der Apotheker THC empfiehlt. Welche Aspekte das sein könnten, muss gesellschaftlich diskutiert werden: z.B. Schmerzsymptomatik, ADHS-Symptomatik. Dazu gehört aber auch, die unterschiedlichen Interessen der Anbieter transparent zu machen, von Pharmakonzernen, Verdienstmöglichkeiten von Apothekern… Ganz wichtig ist aus meiner Sicht die Diskussion aus der gesellschaftlichen Funktionsperspektive heraus. Wenn so viele Leute „bematscht“ sind, kann dann unser komplexes gesellschaftliches System überhaupt noch funktionieren? Klar ist, dass wir in unserer Hochtechnologiegesellschaft hohe kognitive Voraussetzungen brauchen, um die Funktionsfähigkeit unseres gesellschaftlichen Lebens zu garantieren. Die jüngere, geplante Erweiterung des Revolution Train kann mit dem digitalen Lebensbaum und der Diskussion der Besucher über ihre Lebensziele und Werte in unserer hochtechnologischen Welt einen wichtigen Beitrag leisten.
Hinweise für Lehrer und Eltern
Fragen, die uns auf der Seele liegen, lassen sich nicht zwischen Tür und Angel besprechen.
Nehmen Sie sich Zeit und reden Sie miteinander, wenn alle Beteiligten entspannt und nicht „auf dem Sprung“ sind. Setzen Sie sich möglichst ungezwungen zusammen, denn konfrontative Gespräche mit beiden Eltern auf der einen und dem Kind/Jugendlichen auf der anderen Seite können wie ein Verhör wirken.
Sprechen Sie offen von Ihren Sorgen um das Wohl Ihres Kindes, ohne Ihren Sohn/Ihre Tochter mit Verdächtigungen, Vermutungen und Unterstellungen zu „überfallen“. Geben Sie Ihrem Kind keinen Anlass zu lügen, um sich zu verteidigen oder um Ihre Befürchtungen zu zerstreuen.
Geben Sie sich nicht mit vorschnellen oder unklaren Aussagen zufrieden, wenn Sie Fragen an Ihr Kind haben. Bleiben Sie hartnäckig. Erzwungene Geständnisse, die Ihr Kind zum „Schuldigen“ machen, bringen jedoch nichts.
Jugendliche können ganz schön nerven – besonders ihre Eltern!
Lassen Sie sich nicht aus dem Konzept bringen oder provozieren.
Gerade bei einem Thema wie Suchtmittel ist ein kühler Kopf wichtig. Schließlich wollen Sie sich nicht mit Ihrem Kind streiten, um Recht zu behalten, sondern gemeinsam nach Regeln für das Zusammenleben suchen.
Wenn Sie nicht selbst darüber sprechen, wird es Ihr Kind tun!
Sachkenntnisse über die Zusammensetzung und Wirkung von Suchtmitteln und vor allem über die Risiken des Konsums sind wichtig. Damit können Sie wichtige Informationen an Ihr Kind weitergeben und zugleich das Gespräch auf einer sachlichen Ebene halten. Mit Ihrem Kind über Drogen zu „fachsimpeln“ und gegenseitige Wissenslücken aufzuspüren, trägt jedoch nicht dazu bei, für das Thema Drogen eine gemeinsame Lösung zu finden. Alle Drogen sind gefährlich; es macht keinen Sinn, sich darüber die Köpfe heiß zu reden, welcher Suchtstoff schlimmer bzw. weniger schlimm ist.
Mit einem einzigen Gespräch lässt sich keine umfassende Lösung des Problems Suchtmittelkonsum finden. Steuern Sie daher Teilziele an: Es ist schon ein großer Schritt, wenn Sie Ihren Standpunkt zu Suchtmitteln klar zum Ausdruck gebracht haben. Bleiben Sie im Gespräch mit Ihrem Kind, stellen Sie gemeinsam Regeln für das Verhalten zu Hause auf und bieten Sie Ihrem Kind alternative Gesprächspartner an, z.B. in einer Beratungsstelle.
Quelle: „Über Drogen reden“ BZgA
Legal Highs sind gefährliche Drogen und über Suchmaschinen, Foren und im Social Web leicht zu finden. Sie können bei einer Vielzahl von Onlineshops ohne Altersnachweis bestellt werden. Insbesondere Jugendliche werden offensiv zu Kauf und Konsum von Legal Highs animiert. In Kooperation mit BKA, dem Verein Basis e.V. und forensischen Toxikologen des Universitätsklinikums Freiburg hat jugendschutz.net die Vermarktungsstrategien untersucht, mit denen die gefährlichen Mischungen verharmlost, verherrlicht und Heranwachsenden zugänglich gemacht werden.
Legal Highs, die in ihrer Wirkung oft illegale Substanzen wie Cannabis, Ecstasy & Co. imitieren, werden bunt verpackt als „Kräuter-“ oder „Räuchermischungen“, „Düngerpillen“ oder „Badesalze“ online ohne jeglichen Jugendschutz angeboten
Die Räucher- bzw. Kräutermischungen enthalten synthetische Cannabinoide (z.T. mit stärkerer Wirkung als Cannabis), Badesalze Amphetamin- oder Ecstasy-ähnliche Wirkstoffe.
Die forensischen Toxikologen des Universitätsklinikums Freiburg haben von April 2015 bis März 2016 bei 51 verschiedenen Legal-High-Onlineshops stichprobenhaft bestellt und 471 gelieferte Produkte untersucht. 55 % der analysierten Produkte enthielten Stoffe, die unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) fallen, 73 % hoch potente psychoaktive Substanzen (Valin-Derivate), die schon mehrfach zu gefährlichen Intoxikationen geführt haben.
Onlineshops für Legal Highs präsentieren sich äußerst jugendaffin, indem sie Produktnamen und Werbetexte stark auf jugendliche Lebenswelten beziehen: „Tanzen, Feiern, Rocken und einfach nur Spaß haben. Mit der Räuchermischung Goa Party kannst Du all das – und zwar so lange Du willst.“ Gezielt soll der Eindruck erweckt werden, dass das Leben durch den Konsum der Rauschmittel bereichert und erleichtert wird. Auch in den Userbewertungen zu den Produkten finden sich überwiegend positive Berichte über Wirkung und Rauschverlauf sowie Aufforderungen zum Konsum.
Obwohl die Shops in ihren AGBs betonen, nicht an Personen unter 18 Jahren zu verkaufen und die Produkte oft einen 18er-Button auf dem Cover haben, wird in keinem der recherchierten Shops ein Versand nur an volljährige Personen sichergestellt.
Viele Shop-Betreiber bewerben ihre Produkte als legal und versuchen den Eindruck zu vermitteln, dass es sich um unbedenkliche Produkte handelt. Sie operieren mit Schlagwörtern wie „Vertrauen“, „100%ige Legalität“ und „Erfahrung“, damit sich Käufer in einem geschützten Umfeld wähnen. Auch die professionelle Aufmachung der Verpackungen soll den Anschein erwecken, die Produkte wären ungefährlich, gesundheitlich unbedenklich sowie von geprüfter und standardisierter Qualität.
Mit irreführenden Produktbezeichnungen wie Badesalz, Lufterfrischer oder Pflanzendünger und fehlenden Angaben der Inhaltsstoffe soll der Drogencharakter von Legal Highs verschleiert werden. Auch die Konsumform wird verheimlicht. Auf der Verpackung ist meist ein formaler Warnhinweis „nicht zum menschlichen Konsum“ abgedruckt, obwohl die Produkte zu Rauschzwecken entwickelt und geraucht, geschluckt oder gesnieft werden sollen.
Online-Angebote, die unkontrollierten und exzessiven Drogenkonsum zum Inhalt haben, ohne negative physische und psychische Folgen des Risikoverhaltens zu thematisieren, beschreiben die Kriterien für die Aufsicht im Rundfunk und in den Telemedien der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) als jugendschutzrelevant. Speziell zum Phänomen Legal Highs gibt es bisher aber kaum Bewertungskriterien bzw. jugendschutzrechtliche Entscheidungen. Eine Zuständigkeit des Jugendmedienschutzes ist gegeben, wenn Online-Angebote den Konsum bewerben, junge User gezielt ansprechen und Legal Highs ohne Altersprüfung zugänglich machen.
Als schwer jugendgefährdend wertet jugendschutz.net Angebote, die jugendliche User zum Kauf von Legal Highs animieren und sie zum Konsum drängen. Es handelt sich dabei um Shops, die die Drogen direkt zugänglich machen, zum Kauf auffordern und den Konsum verherrlichen. Die angebotenen Produkte werden durchweg als positiv und erstrebenswert dargestellt, erscheinen als Bereicherung und absolutes „Muss“ für den sozialen Umgang.
Dies wird beispielsweise durch jugendaffine Ausgestaltung und Produktbeschreibungen sowie -bewertungen deutlich: „Wer sein Pokerface von Anfang an tragen und während des Spiels nicht verlieren will, der muss entspannt sein. […] Spiel auch Du eine Runde Black Jack und beginne damit, Dir eine Black Jack Räuchermischung zu bestellen“.
Einfach jugendgefährdend bzw. mindestens entwicklungsbeeinträchtigend schätzt jugendschutz.net Angebote ein, die Legal Highs unkritisch und unreflektiert als Mittel zur Berauschung verharmlosen und einen ungefährlichen und gesundheitlich nicht schädlichen Konsum suggerieren. Dies erfolgt oft durch detaillierte Ausführungen zur Legalität: „Wie alle anderen von uns angebotenen Produkte, so ist auch diese Räuchermischung zu 100 Prozent legal.“ Oft wird der Anschein der Harmlosigkeit auch dadurch erweckt, dass User von durchweg positiven Erfahrungen berichten.
Das Gesetz zur Bekämpfung der Verbreitung neuer psychoaktiver Stoffe (NpSG) vom 21.11.2016 ist ein wichtiger Schritt. Es ist jedoch in der justiziellen Praxis bisher nur in wenigen Fällen relevant geworden; ob es alle rechtlichen Schlupflöcher stopfen kann, wird die Zukunft zeigen. Viele Betreiber von Onlineshops kündigten die Fortsetzung ihrer Umgehungsstrategien an.
Auch über ausländische Angebote und im Dark-Net werden weiterhin Legal Highs verbreitet.
Unerlässlich ist eine Zusammenarbeit von Medienaufsicht, Obersten Landesjugendbehörden sowie Strafverfolgung bei der Bekämpfung. Gemeinsam müssen Standards in der Bewertung geschaffen, Handlungsmöglichkeiten ausgelotet und konzertierte Aktionen gegen Legal-High-Onlineshops durchgeführt werden.
Auch Social-Web-Plattformen müssen für die Risiken sensibilisiert und aufgefordert werden, die Verharmlosung und Verherrlichung von Legal Highs in ihren Content Richtlinien auszuschließen.
Im Arbeitsfeld Suchtprävention ist die DHS sowohl im Bereich der verhaltens- als auch der verhältnisbezogenen Prävention aktiv. So beschäftigt sich die DHS mit der Erstellung von Informationsmaterialien, klärt damit über die gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Substanzmittelkonsum und die Folgen süchtigen Verhaltens auf, bietet Hilfestellungen und zeigt den Weg ins (professionelle) Hilfesystem auf.
Das jetzt erschienene „DHS Jahrbuch SUCHT 2026“, herausgegeben von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), berichtet über aktuelle Entwicklungen und Trends zum Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis, illegalen Drogen sowie zu Medikamentenabhängigkeit und Suchtverhalten in Deutschland.
https://www.dhs.de/service/
aktuelles/meldung/aktuelle-
drogenkonsum-trends-und-suchtverhalten-in-deutschland/
https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/
„In Deutschland leben rund zehn Millionen Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung. Das macht deutlich: Sucht ist kein Randphänomen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Unser Ziel muss sein, Prävention zu stärken, Risiken konsequent zu reduzieren und Hilfen wirksamer sowie besser erreichbar zu machen. Gleichzeitig müssen wir den illegalen Drogenhandel und der organisierten Kriminalität entschlossener entgegentreten. Für mich gilt dabei ein klarer Maßstab: Evidenz. Als Arzt und Wissenschaftler geht es mir darum, dass Drogenpolitik nicht nur gut gemeint ist, sondern nachweislich hilft.“
Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen
Um sachlich über die Themen Sucht und Drogen sprechen zu können, braucht es verlässliche Quellen. Das „Datenportal Sucht und Drogen“ führt qualitätsgesicherte Daten zu Verbreitung, Konsum, Behandlung und Markt von Drogen und Suchtmitteln sowie Verhaltenssüchten in Deutschland aus unterschiedlichen, weitgehend öffentlich finanzierten Quellen zusammen.
https://datenportal.bundes-drogenbeauftragter.de
https://frankfurt.de/themen/gesundheit/
drogen-und-sucht-/fakten-zahlen/drogentrends
Das Centre for Drug Research der Universität Frankfurt am Main befragt seit 2002 im Auftrag des Drogenreferats jedes Jahr 1500 Frankfurter Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 18 Jahren zu ihrem Drogenkonsum und Freizeitverhalten. Die Drogentrendstudie Monitoring-System Drogentrends (MoSyD) umfasst vier Forschungsmodule: eine Schülerbreitenbefragung, eine Expertenbefragung, eine trend-scout-/key-person-Befragung, eine Szenebefragung. Auf Basis dieser Datengrundlage können verlässliche und repräsentative Aussagen über aktuelle Trends und Entwicklungen zum Drogenkonsum von Jugendlichen in einer deutschen Großstadt getroffen – und sehr unmittelbar zielgenaue Projekte zur Prävention und Frühintervention geplant und auf den Weg gebracht werden. MoSyD ist somit für das Drogenreferat zu einer der wichtigsten Arbeitsgrundlagen in der Prävention geworden.
Frankfurt am Main ist bundesweit die einzige Stadt, die ein jährliches Monitoring durchführt. Dadurch gilt MoSyD auch national als eine der wichtigsten Quellen für Erkenntnisse zu neuen Entwicklungen im Drogengeschehen. Die Studie wird im Bundesdrogenbericht ausführlich vorgestellt. Die Frankfurter Ergebnisse bilden seit vielen Jahren auch eine der wesentlichen Grundlagen für den Jahresbericht des nationalen Knotenpunktes für die europäische Drogenbeobachtungsstelle in Lissabon und fließen somit in die EU-weite Berichterstattung und das Early Warning System der EU ein.
https://www.schulportal-thueringen.de/juregio?csthl=juregio
JUREGIO dient der Stärkung von Rechts- und Handlungssicherheit im Umgang mit Gewalt, Extremismus und Drogenmissbrauch an Thüringer Schulen. Die Gesamtkoordination dieses Gemeinschaftsprojektes zwischen dem für Bildung zuständigen Thüringer Ministerium und dem für Justiz zuständigen Thüringer Ministerium liegt in den Händen des Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm).
https://www.schulportal-thueringen.de/web/guest/media/detail?tspi=1010
Das zum Download bereitgestellt Thillm-Material 156 beinhaltet Fragestellungen zum Umgang mit Gewalt, Extremismus, Drogen- und Medienmissbrauch an der Schule und ist nicht nur eine Handreichung für Lehrkräfte, mit dem Ziel die Handlungssicherheit bei rechtlichen Problemen von Gewalt, Extremismus und Drogen- und Medienmissbrauch im Schulalltag zu stärken und die Professionalität bei der Bearbeitung von Vorkommnissen an der Schule zu verbessern.
Sie bietet auch Schülern und Eltern wichtige Informationen, zum Beispiel im Kapitel B Drogen.
Häufig gestellte Fragen, wie: Ist der Besitz von Drogen zum Eigenkonsum erlaubt oder strafbar? Wie gehe ich mit dem „Zufalls“fund eines Zipptütchens mit kleinen Pillen/pulvriger Substanz o.ä. um? werden in diesem Kapitel ebenso erörtert, wie Fragestellungen zu Themen Alkohol, Rauchen, Jugendschutz, Zusammenarbeit Eltern- Schulen und weitere Hilfeinstitutionen.
Wer auf der Suche nach evidenzbasierten Präventionsprojekten ist, dem ist die Grüne Liste zu empfehlen. Sie umfasst weit gefächerte Handlungsfelder zur Prävention und Gesundheitsförderung.:
Zusätzlich gibt sie auch Hinweise für strukturelle, institutionelle Änderungen zum Thema Lebenswelten.
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