Ein pädagogisches Konzept
Wir wollen als Verein nicht verhehlen, dass der Revolution Train durch die Suchthilfe in Thüringen starker Kritik ausgesetzt ist. Allerdings haben wir am Ende unserer Führungen durch den Zug sowohl die Schüler als auch die Lehrer mit den entsprechenden Kritikpunkten konfrontiert. So gut wie keiner unserer Besucher, ob Schüler, Lehrer, Eltern, Großeltern oder auch pädagogischer Begleiter konnte die Kritik nachvollziehen.
zu den Fotos: Der Chef der DAK Gesundheit Thüringen, Stephan Zein, Therapeutischer Leiter der Psychosomatischen Fachklinik Bad Blankenburg, Anna Lia Schicktanz, Schülerin, Wendy Oswald, Polizeioberkommissarin, Thomas und Annett Daniel, Eltern, Dr. med Eckkehart D. Englert
Im ersten Jahr haben mehr als 1800 Schüler den Zug zusammen mit ihren Lehrern besucht! . Insgesamt haben die begleitenden Lehrer und Schüler den Zug sehr positiv bewertet. Aus den Schulleitungen kamen im Nachgang Aufforderungen, den RT im nächsten Jahr wieder nach Erfurt zu holen.
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2019 war der RT wieder in Erfurt am Zughafen: Kommentare unterschiedlicher Besuchergruppen finden sich in unserem Film 2019. Neben Meinungen von Präventionsexperten kommen auch Menschen zu Wort, die den Zug unvoreingenommen zum ersten Mal besucht haben.
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Mehr InformationenAb diesem Jahr waren die Gleise auf dem Zughafen für Sonderveranstaltungen leider gesperrt. Innerhalb Erfurts konnten wir keine Möglichkeit realisieren. Nach ersten RT-Erfahrungen 2018 und 2019 war die Nachfrage der Schulen nach wir vor sehr groß. Es war ein Wagnis, sich auf ein Gleis außerhalb Erfurts, in Neudietendorf, einzulassen, aber wir wurden nicht enttäuscht.
Die Schulen waren sehr flexibel und organisierten sich die Anfahrt zum Gruppenpreis vom HBF Erfurt nach Neudietendorf (Fahrtzeit 10 Minuten). Auch wenn Corona abflaute, waren entsprechende Hygienemaßnahmen erforderlich (kleinere Gruppen, Desinfektion am Eingang, zusätzliche Belüftung…)
Der SuPEr e.V. erhielt kräftige Unterstützung vom Rotary Club Erfurt Gloriosa mit einer Suppenküche. Der Stand bot den Gruppen nach dem Zugbesuch die Gelegenheit, sich auszutauschen und das Erlebte weiter zu diskutieren.
Ein neuer Präventionsbaustein bot dafür reichlich Anlass. In Kooperation mit der DAK Gesundheit konnte im letzten Besucherwagon einen Lebensbaum realisiert werden. Er lenkt vor dem Ausstieg aus dem Zug die Aufmerksamkeit der Besucher auf ihre persönlichen Lebens- und Gestaltungschancen, die Bedeutung von Weichenstellungen in den unterschiedlichsten Lebensphasen.
Der starke Lebensbaum hat etwas Inspirierendes und zugleich Beruhigendes für die Besucher nach den Erlebnissen im Zug, von denen sie sich nun mit dem Blick auf ihr eigenes Leben und ihre persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten abwenden. Ihr Leben liegt noch vor ihnen, und sie haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, es zu gestalten. Insbesondere für die Nachbereitung in den Schulen bietet die Symbolik des Lebensbaums viele Anregungen zur Reflexion.
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Mehr InformationenUnser dritter Film widmet sich der pädagogischen Herangehensweise.
Durch die große, freie Fläche neben dem Zug war es zum ersten Mal möglich, wartenden Schülergruppen vor dem Betreten des Zuges sportliche Angebote zur Verfügung zu stellen, dank der Kooperation mit dem Thüringer Landessportbund, den Basketball Löwen und der Verkehrswacht. Lust auf Bewegung und Teamspiel heißt schließlich auch: Keine Macht den Drogen! Sportler, wie der amerikanische Footballspieler Leßron James, versichern: „Sport hielt mich davon ab, in einer Gang zu sein oder mit Drogen in Verbindung zu stehen.“
Minifußballfeld und Torwand vom Thüringer Landessportbund zur Verfügung gestellt
Basketball Löwen und Verkehrswacht
Ein wichtiges Anliegen war in den drei Jahren, das Bildungsministerium und das Gesundheitsamt der Stadt Erfurt für das Projekt zu interessieren. Der Bildungsminister zeigte sich sehr beeindruckt und ließ sich gerne gemeinsam mit uns vor dem Zug abbilden. Den Schülern hat sein Besuch im Zug Freude gemacht, zeigt er doch das Interesse für die junge Generation.
Diesmal stand der Zug an der Hohenwindenstraße im Erfurter Norden, weil ein Halt auf dem bewährten Siemensgleis wegen technischer Mängel am Gleis leider derzeit nicht möglich ist. Die Straßensperrung am neuen Standort ließ zwar wieder Sportmöglichkeiten zu, wenn auch in geringerem Maß. Was war neu in diesem Jahr?
Eine Innovation war der Übergang vom analogen zum digitalisierten Fragebogen, der nun taggenaue Auskunft über die Erfurter Lage bei Freizeit- und Konsumverhalten von Zigaretten, Alkohol und Drogen ermöglicht. Selbstverständlich handelt es sich um eine anonyme, freiwillige Befragung, die Eintragung in die entsprechend programmierten Handies sind nicht zurückverfolgbar. Der Aufenthalt des Zuges und die Befragungsergebnisse erregten auch Interesse bei der Thüringer Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz. Die Ministerin brachte nicht nur Lottomittel mit, sondern nahm sich auch Zeit, das ganze Programm mit einer Schülergruppe gemeinsam zu erleben. Wir hoffen auf ihre Unterstützung bei der Entwicklung eines deutschen Anti-Gewalt- und Anti-Drogen-Zugs. Oftmals führt Drogenkonsum zugleich zu Gewaltereignissen.
Justizministerin Beate Meißner bei der Lottomittelübergabe
Von links: Patrizia Jonson, Nicole Mäurer, Pavel Tuma, Marion Eich-Born, JM Beate Meißner, Daniel Weise
Ausfüllen des digitalen Fragebogens mit dem pädagogischen Begleiter Ben Bartels
Die Datensammlung vermittelt Einblicke in
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