Drei Siegerinnen

1. Platz: Gemeinschaftsschule Jenaplanschule mit „Du entscheidest, in welchen Zug du einsteigst“

2. Platz: Gemeinschaftsschule Kerspleben mit „Bodenlos“

3. Platz: Staatliche Integrierte Gesamtschule Erfurt mit: „Synthetische und pflanzliche Drogen!“

4.Platz: Gemeinschaftsschule Am Großen Herrenberg mit „Revolution Train“

5. Platz: Gemeinschaftsschule Kerspleben mit „Ich sage nein zu Drogen!“

Plakatwettbewerb

Cool und Smash

Endlich war es soweit: In der Jenaplanschule fand die Auszeichnung des Plakatwettbewerbs zum Thema Prävention der Erfurter Schulen mit den Schülerteams statt. Hintergrund war: Der Besuch des Revolution Train, des Anti-Drogen-Zugs, im September 2022. Unter dem Titel „cool und smash“, was übersetzt aus der Jugendsprache für „echt gut“ und „da fühle ich mich hingezogen“ bedeutet, sollten die Schüler ihre langfristigen Eindrücke vom RT-Besuch in Plakatform visualisieren. Ist Drogenkonsum tatsächlich „cool“ und „smash“? Die Organisatoren des Revolution-Train-Aufenthalts in Erfurt, der SuPEr e.V., unter Leitung von Prof. Dr. Marion Eich-Born haben sich zum Ziel gesetzt, nicht nur den Zug jedes Jahr nach Erfurt zu holen, sondern auch um dieses Ereignis herum weitere Präventionsideen an die Schulen zu vermitteln. „Ich war begeistert, als mein rotarischer Club, hier insbesondere Iris Thorwirth und unser Präsident Reiner Lehmann die Idee des Plakatwettbewerbs aufbrachten und dann auch noch 1000 Euro als Preisgeldgrundlage zur Verfügung stellten.

Den beiden rotarischen Sponsoren lag die Plakataktion sehr am Herzen. Deshalb haben sie es sich nicht nehmen lassen, die Preisverleihung selbst vorzunehmen. Reiner Lehmann:Der Revolution Train ist ein einzigartiges Projekt, um unsere Jugendlichen über die Wirkung von illegalen Drogen aufzuklären. Das unterstütze ich voll und ganz und die Nachbereitung über Plakate ist noch einmal ein wichtiger Baustein in der Prävention!“ Iris Thorwirth: „Wir können das Thema Prävention nicht nur den Schulen überlassen. Hier sind Eltern aber auch unser gesellschaftliches Engagement gefragt. Ich freue mich über die vielen guten Ergebnisse und die positive Nachwirkung des Revolution Train.“

Tatsächlich kam die Aktion auch bei Schülern und Lehrern gut an. Die Jenaplanschule nahm die Aktion zum Anlass, das Präventionsthema zum Ankerpunkt ihrer Projekttage zu machen.

Robert Schlöffel

Teamteacher Robert Schlöffel: "Der Revolution Train ist für mich eine tolle Gelegenheit, Lernen am anderen Ort im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu verbinden, und dann noch die Möglichkeit über die Unterstützung des SuPEr e.V. ein attraktives Programm für unsere Projekttage erstellen zu können… Solche Projekte müssen dringend erweitert werden.“

Karolin Liebsch

Karolin Liebsch, Lehrerin an der Gemeinschaftsschule Kerspleben: „Der Revolution Train hat unseren Schülern gezeigt, wie schnell aus einem Probieren eine Abhängigkeit werden kann. Zum Plakatwettbewerb konnten wir gleich zwei Akteursgruppen beisteuern, die dann auch noch ausgezeichnet wurden. Das Thema konnten wir dann noch mit dem Besuch eines ehemaligen Drogenabhängigen in unserer Schule ergänzen. Er hat offen und ehrlich mitgeteilt, wie sein Leben dann Gott sei Dank eine extreme Wendung genommen hat. Die Reaktion und das Interesse der Klassen zu sehen, war ein einmaliges sowie auch emotionales Erlebnis.“

Patrick Schläger

Patrick Schläger, Lehrer an der Staatlichen Integrierten Gesamtschule: „Die Plakate zeigen, dass der Revolution Train eine eindrucksvolle Nachwirkung bei unseren Schülern hinterlassen hat: Sie legen die Abgründe offen und machen sie erfahrbar. Besonders großartig war übrigens auch die Nachbearbeitung des RT-Besuchs in der Schule durch Daniel Weise. Er hat unsere Schüler auch noch einmal einen Perspektivwechsel erfahren lassen.“

Sylvia Priesnitz

Sylvia Priesnitz, Lehrerin an der Gemeinschaftsschule Am großen Herrenberg: "Eine (sinnvolle) Phase der Reflexion durch den Plakatwettbewerb für Arbeit mit den Schülern (im Sinne von) Überdenken bisheriger Erfahrungen und Eindrücke. Die Prämierung dient als Anreiz zur wiederholenden Bearbeitung. Großer Dank an die Initiatoren und Veranstalter für die Vorbereitung und Durchführung. Für die nächsten Jahre viel Erfolg und eine wachsende Beteiligung durch Schulen und Jugendliche."

Kommentare der beteiligten Schüler:

Philipp: „Wir wollten in einem Bild zeigen, was die Drogen anrichten und wie sie die Leben netter und toller Menschen beschmutzen oder sogar beenden können. Der Mittelpunkt des Bildes (die Hand) soll zeigen, wie langsam und unauffällig die Drogen das Leben zerstören.“
Maximilian und Fenja zum Plakatwettbewerb: „Es war wichtig, darüber (im Nachgang) zu reden.“ Es war erstaunlich, wie offen Schüler über ihre Erfahrungen mit Drogen berichtet haben, auch welche sehr negativen Erfahrungen sie mit Drogen gesammelt haben und wie schwer es ist, von Drogen loszukommen.

Drei Rotarier im Team